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catalyzed
Es gab so einige Vorschläge für die Überschrift des neuen Blogs, letztendlich setzte sich jedoch "Hotel Mama" gegen Headlines wie "Das erste was ich brauch wenn wir da sind ist ein Spielautomat", "Paaaarkplaaaatz", "Georgio Martini", "Kartoffelhaus", "Grillpfanne", "Der stets besoffene Freiheitskämpfer John McCäffie" und "Sind da noch Muschis* im Club?" durch.
Jaja, an diesem Wochenende war wieder so einiges los in der Welt des Kanisters. Die Jungs begaben sich, ohne ihren heiss geliebten Kanister, welcher nämlich mit einem gebrochenen Ausgießrohr daheim lag, auf den Weg nach Göttingen.
Stau machte unserem Fahrer Philipp anfangs schlechte Laune, die wir selbstverständlich, mit schlechten Witzen und sinnlosem Gefasel in Frohsinn und Glück verwandelten.
Es wurde dunkel, ein Rastplatz wurde angefahren, -er überlebte. Benjamin entdeckte den Spielautomaten für sich. Kleingeld wechselte den Besitzer. Nach einer kleinen Kafferunde und nachdem auch das letzte Kleingeld verspielt wurde begab man sich wieder auf die Reise. Gegen 19.37 und 34 Sek. erreichten wir schließlich Göttingen, bzw irgendeinen Vorort dessen Name jetzt nicht einfallen will. Eine Reihenaussiedlung, aber kein Hotel, oder doch? Ne, doch...aber das muss hier sein, das Navi irrt nämlich nicht. Und tatsächlich. Schnell fanden wir heraus, warum das Hotel so heisst wie es heisst. Die Tür ging auf, eine nette Dame empfang uns herzlich. Es war Mama. Und nun standen wir in ihrem Hotel. Sie zeigte uns die Zimmer, machte eine kleine Tour mit uns durchs Haus und kümmerte sich unheimlich liebevoll um uns. Mama.
Da wir allesamt harte N3rDz sind, war die erste Amtshandlung klar: Laptop aufklappen, Internet an und los. Benjamin begab sich auf die Suche nach Lokalitäten in Göttingen, schrieb sie auf einen Zettel um diesen dann anschließend im Hotel zu vergessen. Zu der einzigartigen Musik vom Meister der Gitarre, dem einzig wahren Gitarrenvirtuosen, dem König der Saiten, Ricky King, machten wir uns schick und fuhren in die Innenstadt Göttingens, wo der Bär so vor sich hin steppte.
Ab in ein Restaurant, denn wir hatten Hunger und Lust, viel Geld für schlechtes Essen auszugeben. Als unsere Mägen voller und unsere Gehirne immer leerer wurden (dank der Happy Hour) beschlossen wir in einen "Indie-Club" zu gehen. Drin angekommen, stellten wir schnell fest: man hatte uns unter falschen Voraussetzungen hier her gelockt. Sei es drum, wir haben schon schlimmere Musik, in schlimmeren Läden gehört, dachten wir uns und begaben uns zum Kicker. Interessiert das eigentlich irgendwen, was wir hier schreiben?…
Unser Verhalten war sehr statisch, heisst, wir hatten nicht wirklich Böcke zu tanzen, als aber dann Tokio Hotel durch die Boxen weinten, entschlossen wir, spontan wie wir sind, uns zu einer Polonäse zu verbinden und durch den Dänzflohr zu stampfen. Was für ein Spaß. Wir mussten zu unserem Bedauern feststellen, dass Post-its, (die, mit unserem Kanister drauf) allergische Reaktionen und schlechte Laune, bis hin zu Hämoriden beim Türsteher auslösen können. Gegen 03:32, 23 sek. waren wir der Meinung, der Club hätte genug Ohren misshandelt und Seelen gefressen. Also begannen wir die Tore zu schließen, das bekam der uns gegenüber sowieso schon schlecht gestimmte Türsteher mit und begann zu rennen. Sein Ziel: Wir. Da wir aber auch Beine haben und diese zu benutzten wissen, waren wir in Windeseile über alle Berge.
Davor allerdings stellte uns noch ein offenbar tierfreundlicher Jugendlicher folgende Frage: "Sind da noch Muschis im Club?" Brav und unverdorben wie wir sind, nahmen wir natürlich sofort an, er rede von Kätzchen, deshalb gaben wir ihm ein "Nein" zur Antwort. Scheinbar wandte er sich mit dieser Frage schon an den Türsteher (den er wohl für einen Tierpfleger hielt), denn er meinte weiter: "Dann hatte der Türsteher wohl recht". Arme Kätzchen. Arme, arme Kätzchen.
Wir suchten ein Taxi und fanden eins unter der Couch. Der Taxifahrer war wohl so etwas wie ein Mathematiker, denn er stellte folgende Gleichung auf:
Erlaubte Höchstgeschwindigkeit x Anzahl der Insassen = tatsächliche Geschwindigkeit.
So kam es, dass wir mit gefühlten 300 Sachen, zweispurig, die schmale Landstraße entlang explodierten. Am Ziel angekommen, belohnten wir den Fahrer mit all unserem Kleingeld, was besonders Benjamin im Herzen weh tat, da er ja noch etwas zur Befriedigung seiner Spielsucht brauchen würde.
Zurück im Hotel Mama, spielten wir noch eine Runde "Nur keine Aufregung". Das ist der Deckname für "Mensch, ärgere dich nicht" (ist wohl so ein geheimes CIA-Ding). Philipp gewann, obwohl wir uns sicher sind, dass er geschummelt hat. Aber diesen Erfolg wollten wir ihm nicht nehmen. Allesamt machten sich bettfertig.
Spätestens jetzt sollte sich der Leser die Frage stellen: "Warum haben die vier Burschen eigentlich den langen Weg nach Göttingen auf sich genommen? Schlecht essen kann man ja auch in München, schlechte Musik und Kätzchen gibts hier ja auch!?!? "
Der Grund ist folgender:
Wir bekamen vor ca. 2 Wochen eine Nachricht von der Cubeaudio Talentförderung. Diese Nachricht war zu gleich auch eine Einladung, die wir natürlich prompt annahmen. Also trafen wir uns am Sonntag mit Nadine und Markus Gumball und unterhielten uns über das was wir so gerne machen: Die Musik. Es vergingen kaum zwei Minuten, da hegte schon jeder den Wunsch Nadine zu heiraten.
Die Stimmung war lockich, flockich und wir hatten viel zu lachen. Man erklärte uns viele, viele Dinge. Wir lernten viele, viele Dinge. Am Abend ging es wieder zurück Richtung Heimat, Daniel gab Benjamin seinen letzten Euro, dieser warf ihn in den Spielautomaten an der Raststätte und verlor wieder ein mal knallhart. Christian lachte.
Donnekeil und Schwefelmief.
Hier noch die Auflistung der Erfolge der einzelnen Mitglieder in den zwei Tagen:
Philipp:
- Toilettenbesuchrekord gebrochen
- Gewinner bei "Nur keine Aufregung"
Benjamin:
- Erster Schritt in die Spielsucht
- Grillpfanne
Daniel:
- Grillpfanne
- 2x nacheinander Ladydrinks bestellt
Christian:
- Georgio Martini
- John McCäfffie
Was für ein kanistriges Wochenende!